Rechtzeitig zum Ende der Dach- und Außensanierungsarbeiten an unserer Kirche tut sich dort jetzt bedauerlicherweise ein neues Betätigungsfeld für Bauausschuss und Kirchenvorstand auf: Bei der letzten Stimmung der Orgel wurde durch die Orgelbaufirma Förster und Nicolaus an hölzernen Orgelpfeifen, vor allem der Pedalregister, Schimmelbefall festgestellt. Diese großen Holzpfeifen stehen im Orgelgehäuse ganz hinten in unmittelbarer Nähe zur mittleren Außenwand des Chores, dort wo sich nur ein rundes Fenster befindet, das nicht zu öffnen ist.
Der Chor weist insgesamt nach Nordosten, seine Wand wird also nie von der Sonne erwärmt, so dass es sich hier vermutlich um die kälteste Stelle der Kirche handelt. An dieser Stelle ist auch der Emporenboden geschlossen, während die großen Rundbogenfenster links und rechts davon diesen durchschneiden, für eine Öffnung in den Kirchenraum und damit dort für bessere Belüftung sorgen. Die Pfeifenkörper selbst weisen bisher keinen Schimmel auf, sondern die sogenannten Kernspalten, an denen der Luftstrom sich bricht und den Ton erzeugt. Hier befindet sich die Stimmvorrichtung und mittlerweile ist bei einigen Pfeifen ein weiteres Nachstimmen fast unmöglich.
Auf Anraten des Orgel- und Glockensachverständigen unserer Landes-kirche wurden von der Oberfläche des befallenen Holzes Proben auf Klebestreifen genommen und im Labor untersucht. Zwei Schimmelarten sind nachgewiesen und auch eine deutliche Verschmutzung. Außerdem wurde geraten, ein Messsystem zur Erfassung
des Raumklimas (Temperatur, Luftfeuchtig-keit) an verschiedenen Stellen im Kirchenraum anzubringen, um die gegebenen Bedingungen einschätzen zu können. Darum kümmert sich jetzt der Bauausschuss.
Unser Organist Jörg Sengeisen hatte den Kirchenvorstand schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass eine sogenannte Orgelausreinigung dringend nötig sei, bei der die Pfeifen ausgebaut und alle Orgelbestandteile gesäubert werden. Das sei etwa alle zwanzig Jahre fällig, bei uns wurde
das zuletzt im Jahr 1999 gemacht.
Die Kosten dafür liegen vorsichtig geschätzt im mittleren fünfstelligen Bereich. Bedauerlicherweise sind alle Reparaturen an sowohl Glocken als auch Orgel immer ganz von der Kirchengemeinde zu tragen, so dass wir hier wieder in besonderem Maße auf Spenden angewiesen sein werden. Unsere Köpperner Kirchenorgel mit ihren 20 Registern und ca. 1.400 Pfeifen ist ein wertvolles Instrument, für dessen Erhalt und Spielbarkeit wir uns einsetzen!
Wenn Sie mithelfen möchten, die Orgel-instandsetzung und -reinigung möglich zu machen: Unter dem Verwendungszweck
„RT 0308/I-811000004 – Orgelmaßnahme“ sammeln wir ab sofort die nötigen Mittel.
EVANGELISCHER REGIONALVERBAND OBERURSEL
Kreditinstitut: Evangelische Bank eG
IBAN: DE48 5206 0410 0004 1002 04
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: RT 0308/I-811000004- Orgelmaßnahme
Für eine Spendenquittung geben Sie bitte Ihre Adresse mit im Verwendungszweck an.
Text und Fotos: Ulrike Langhals




